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BCI

  • Oliver Schrage 

Die Better Cotton Initiative (BCI) ist ein Nachhaltigkeitsstandard für den Baumwollanbau. Sie unterstützt Farmer:innen dabei, Anbaumethoden zu verbessern und Umweltbelastungen zu verringern. BCI-Baumwolle ist nicht automatisch Bio-Baumwolle.

Achten Sie auf die konkrete Kennzeichnung: Beim Mass-Balance-Modell kann BCI-Baumwolle in der Lieferkette mit konventioneller Baumwolle vermischt werden; ihre Herkunft im einzelnen Kleidungsstück ist dann nicht garantiert. Das neuere BCI-Cotton-Label steht laut BCI für zertifizierte, rückverfolgbare Baumwolle und weist ihren Anteil am Produkt aus.

Kurz gesagt: BCI steht für Verbesserungen im Baumwollanbau, nicht für eine Bio-Zertifizierung des fertigen Textils. BCI: Was das Label bedeutet


BCI und GOTS im Vergleich

BCIGOTS
SchwerpunktVerbesserung des Baumwollanbaus in großem MaßstabBio-Faseranteil und Anforderungen an die textile Verarbeitung
Bio-Baumwolle vorgeschrieben?NeinJa: mindestens 70 Prozent Bio-Fasern; ab 95 Prozent darf die Kennzeichnung „Organic“ verwendet werden
Welche Stufen stehen im Fokus?Vor allem Baumwollanbau und Farmer:innenBio-Faseranteil sowie Vorgaben für die weitere Verarbeitung; GOTS bezieht auch ILO-Kernarbeitsnormen in der Weiterverarbeitung ein
Was sagt das Siegel über das konkrete Produkt?Abhängig davon, welches BCI-Modell bzw. Label verwendet wird; die neue BCI-Cotton-Kennzeichnung ist auf Rückverfolgbarkeit ausgelegtDer angegebene Bio-Anteil ist festgelegt; „Organic“ setzt mindestens 95 Prozent Bio-Fasern voraus

Die Angaben zu den GOTS-Schwellen und den ILO-Kernarbeitsnormen stammen aus der Verbraucherzentrale: Faire Kleidung – das bedeuten die Siegel.

Fazit

BCI ist heute plausibel als glaubwürdigerer und überprüfbarer Standard einzuordnen – aber als „besserer Baumwollanbau“, nicht als Bio- oder umfassendes Textilsiegel. Die Neubewertung durch Siegelklarheit ist ein gutes Zeichen für die Glaubwürdigkeit des Systems. Sie beseitigt jedoch nicht den grundlegenden Unterschied zu GOTS: GOTS verlangt Bio-Fasern und stellt Anforderungen an die textile Verarbeitung; BCI setzt primär auf Verbesserungen im Baumwollanbau und deren Skalierung.

Wenn Ihnen Bio-Faseranteil und Verarbeitung wichtig sind, passt GOTS besser. Wenn es um Verbesserungen im konventionellen Baumwollanbau geht, kann BCI relevant sein – dabei lohnt es sich besonders, auf die konkrete BCI-Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit zu achten.

Ist BCI Baumwolle wirklich besser? (erschienen am 11.04.2024 auf cosh.eco)

  • Betrug und Abholzung: Die Untersuchung von Earthsight deckte auf, dass BCI-zertifizierte Baumwolle aus illegal gerodeten Flächen in Brasilien stammt. Es gibt kein Verbot für den Anbau von BCI-Baumwolle auf solchen Flächen, und es wird nicht überprüft, ob die Flächen zuvor illegal gerodet wurden.
  • Beteiligung von Zara und H&M: Beide Marken (Zara von Inditex und H&M) beziehen BCI-Baumwolle und stehen damit in Verbindung mit der Abholzung. Viele weitere Fast-Fashion-Marken wie C&A, Carhartt und Scotch & Soda nutzen ebenfalls BCI-Baumwolle.
  • Kritik an BCI: Das BCI-Siegel gilt zwar als Symbol für nachhaltigere Baumwollproduktion, doch die Untersuchung zeigt, dass es keine ausreichenden Kontrollen oder politischen Maßnahmen gibt, um Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette zu verhindern.
  • Forderung nach Transparenz: H&M und Inditex (Zara) verfügen laut Artikel nicht über die notwendigen Instrumente, um die Mängel von BCI auszugleichen. Sie könnten jedoch in transparente und umweltfreundlichere Lieferketten investieren.

Zusammengefasst: Der Artikel kritisiert, dass das BCI-Siegel nicht ausreichend vor Umweltzerstörung schützt und dass große Modekonzerne wie Zara und H&M damit indirekt an der Abholzung des brasilianischen Regenwaldes beteiligt sindcosh.eco.

Transparenzhinweis:

Dieser Artikel wurde mit KI geschrieben und von unserer Redaktion überprüft

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