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Transparency Pledge

  • Oliver Schrage 

Der Transparency Pledge ist ein gemeinsamer Mindeststandard für die Offenlegung von Lieferketteninformationen in der Bekleidungs- und Schuhindustrie. Er wurde von einer Koalition aus neun globalen Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen entwickelt – darunter Human Rights Watch, die Clean Clothes Campaign, IndustriALL Global Union und das International Labour Rights Forum (Transparency Pledge, Lindex).

Ziel: Unternehmen sollen veröffentlichen, welche Fabriken an der Herstellung ihrer Produkte beteiligt sind. Diese Transparenz ermöglicht es Gewerkschaften, NGOs und Arbeitnehmern, Arbeitsrechtsverletzungen in Lieferketten leichter zu identifizieren und anzusprechen – ein wichtiger erster Schritt zu unternehmerischer Rechenschaftspflicht und besseren Arbeitsbedingungen (Transparency Pledge).

Kernverpflichtungen: Wer sich dem Pledge anschließt, verpflichtet sich, innerhalb von drei Monaten Informationen zu allen Fertigungsstätten (z. B. Name, Adresse, Produkttyp, Beschäftigtenzahl) in einem durchsuchbaren Format (z. B. Spreadsheet) zu veröffentlichen (Transparency Pledge).

Bedeutung: Der Pledge gilt als Einstieg in eine umfassendere Transparenz – er deckt in der Regel nur die letzte Fertigungsstufe („Tier 1″) ab, nicht aber Stoff- und Rohstofflieferanten. Zahlreiche Marken und Händler haben sich dem Pledge inzwischen angeschlossen oder veröffentlichen ihre Lieferkette z. B. über den Open Supply Hub (Lindex).

Unsere Einordnung

Wir sehen den Transparency Pledge als hartes Kriterium – Entsprechend fließt die er mit 0,5 Punkten in unsern FutureScore ein. In Kombination mit der vollständigen Veröffentlichung der Lieferkette (Open Supply Hub) ist das ein großer Schritt für Transparenz

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