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What Fuels Fashion?

  • oliver.schrage 

What Fuels Fashion? ist ein von der Non-Profit-Organisation Fashion Revolution herausgegebener Bericht zur Klima- und Energietransparenz großer Modemarken. Er untersucht, welche Informationen Unternehmen über ihre Klimaziele, Treibhausgasemissionen, Energieversorgung und die Finanzierung einer klimafreundlicheren Produktion öffentlich zugänglich machen. Im Mittelpunkt stehen die globalen Lieferketten – nicht nur die eigenen Büros, Geschäfte und Betriebsstätten der Marken.

Der Bericht erschien erstmals 2024 als thematische Sonderausgabe des Fashion Transparency Index und untersuchte 250 große Modemarken und Einzelhändler. Die zweite Ausgabe von 2025 umfasst 200 Marken mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. [1][2]

Was wird bewertet?

What Fuels Fashion? bewertet die öffentliche Berichterstattung in fünf Themenbereichen:

  • Verantwortlichkeit: Welche Zuständigkeiten, Lieferketteninformationen und Strukturen zur Rechenschaftslegung legen Unternehmen offen?
  • Dekarbonisierung: Welche Ziele, Maßnahmen und Fortschritte zur Senkung ihrer Treibhausgasemissionen veröffentlichen sie?
  • Energiebeschaffung: Wie transparent berichten sie über Energiequellen und den Bezug erneuerbarer Energie?
  • Finanzierung der Dekarbonisierung: In welchem Umfang legen Marken offen, wie sie die Umstellung ihrer Zulieferbetriebe finanziell unterstützen?
  • Gerechter Übergang und politische Einflussnahme: Wie werden Beschäftigte und betroffene Gemeinschaften einbezogen und geschützt? Wie setzen sich Unternehmen für eine klimafreundliche Energieversorgung in Produktionsländern ein? [2]

Die Ausgabe 2025 legt einen besonderen Schwerpunkt auf „Clean Heat“, also die Bereitstellung von Prozesswärme ohne fossile Brennstoffe. Dabei geht es beispielsweise um die Umstellung der Wärmeversorgung beim Färben, Waschen und Veredeln von Textilien auf elektrische Technologien, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Zugleich thematisiert der Bericht den Schutz von Beschäftigten vor gefährlicher Hitzebelastung. [2]

Wie entstehen die Bewertungen?

Punkte werden für öffentlich zugängliche Informationen vergeben, etwa auf den Websites der Marken oder ihrer Mutterunternehmen sowie in veröffentlichten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten. Angaben auf Drittplattformen können berücksichtigt werden, wenn die Unternehmenswebsite darauf verweist. Die untersuchten Marken bezahlen nicht für ihre Aufnahme in den Bericht und werden auch dann bewertet, wenn sie nicht aktiv am Rechercheprozess teilnehmen. [2]

Entscheidend ist: Der Score bewertet Transparenz, nicht die umfassende Nachhaltigkeit einer Marke. Eine hohe Punktzahl bedeutet, dass ein Unternehmen vergleichsweise viele der abgefragten Informationen veröffentlicht. Sie belegt nicht automatisch niedrige Emissionen, wirksamen Klimaschutz oder faire Arbeitsbedingungen. Umgekehrt bedeutet ein niedriger Score zunächst, dass relevante Angaben nicht öffentlich zugänglich sind – nicht zwingend, dass keinerlei Maßnahmen existieren. Fashion Revolution weist ausdrücklich darauf hin, dass die Überprüfung der veröffentlichten Unternehmensangaben außerhalb des Untersuchungsumfangs liegt. [2]

Warum ist der Bericht relevant?

What Fuels Fashion? macht sichtbar, wo zwischen Klimaversprechen und öffentlich nachvollziehbaren Angaben Lücken bestehen. So erreichten die untersuchten Marken 2025 durchschnittlich lediglich 14 Prozent der möglichen Punkte. Nur 6 Prozent veröffentlichten Angaben zu Bemühungen, energieintensive Wärmeprozesse zu elektrifizieren; ebenfalls nur 6 Prozent legten offen, in welchem Umfang sie Zulieferer bei den dafür notwendigen Anfangsinvestitionen unterstützen. [2]

Der Bericht verbindet damit Klimaschutz mit der Frage nach einer gerechten Verteilung von Kosten und Verantwortung: Marken sollen die Umstellung nicht allein ihren Zulieferern überlassen, sondern finanzielle Verantwortung übernehmen und Beschäftigte in den Wandel einbeziehen.

Einordnung

What Fuels Fashion? ist kein Nachhaltigkeitssiegel, keine Zertifizierung und keine Kaufempfehlung, sondern ein Recherche- und Transparenzinstrument. Für die Bewertung einer Modemarke liefert es wichtige Hinweise darauf, wie nachvollziehbar diese über Klimaschutz und Energie berichtet. Ob die veröffentlichten Maßnahmen tatsächlich wirken, muss zusätzlich anhand von Emissionsentwicklungen, unabhängigen Untersuchungen und Erkenntnissen aus den Produktionsbetrieben geprüft werden.

Kurz gesagt: What Fuels Fashion? zeigt, wie offen große Modemarken über den energetischen Umbau ihrer Produktion berichten – nicht, wie nachhaltig sie insgesamt sind.

Quellen

[1] Fashion Revolution: What Fuels Fashion? 2024 – Hintergrund und Methodik
[2] Fashion Revolution: What Fuels Fashion? 2025 – Ergebnisse und Methodik

Transparenzhinweis:

Dieser Artikel wurde mit KI geschrieben und von unserer Redaktion überprüft

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