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s.Oliver

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Wie nachhaltig ist s.Oliver?

FutureScore
43%

s.Oliver hat bereits wichtige Meiensteine. So ist s.Oliver 2022 der Fair Wear Foundation beigetreten und ist mittlerweile sogar LEADER. Ferner möchte s.Oliver noch transparenter werden und rollt gerade das Trackingsystem Retraced Schritt für Schritt aus. Es gibt noch einiges zu tun, aber s.Oliver mit seinen Marken QS, Liebeskind, Comma, und Copenhagen Studios ist auf dem richtigen Weg und untermauert seine Nachhaltigkeits-Vision mit Taten. Negativ fällt allerdings der Fast-Fashion-Ansatz auf und die fehlende Transparenz beim Ressourcenmanagement. Ein FutureScore von 43 ist ein solider Wert. [v6; 23.09.2026]

Entwicklung zum Vorjahr

Nach Auswertung des Nachhaltigkeitsberichtes 2025 sehen wir eine kleine Verbesserung. Trotz der deutlich strengeren Bewertung in einigen Bereichen, sehen wir eine positive Entwicklung bei s.Oliver.

Unsere Highlights

Unsere Impulse

Fair Wear Foundation LEADER

Bei Wasser und CO2 Einsparungen müssen nach den definierten Zielen dringend Ergebnisse folgen

Starkes Engagement gegen Kinderarbeit (im Branchenvergleich)

Die Abkehr von Fast Fashion halten wir für zwingend erforderich.

Vision für Kreislaufwirtschaft

Mehr Maßnahmen zur Müllvermeidung wären wünschenswert, statt „nur“ auf Recycling zu setzen.

Wo produziert s.Oliver?

  • s.Oliver produziert in 20 Ländern:
    Ägypten, Bangladesch, Bulgarien, China, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Kambodscha, Litauen, Nordmazedonien, Pakistan, Polen, Portugal, Rumänien, Sri Lanka, Tunesien, Türkei, Ukraine, Vietnam.
  • China: 35 % und Bangladesch: 28 % machen hier den Großteil aus.

Wie transparent ist die Lieferkette von s.Oliver?

6 von 9
66%

In welchen Initiativen (Multistakeholder) ist das Unternehmen aktiv?

  • Fair Wear Foundation (seit 2022, Leader-Status 2024)
  • Bündnis für nachhaltige Textilien (seit 2015)
  • International Accord on Health and Safety in the Textile and Garment Industry (ACCORD) (seit 2013, inkl. Pakistan seit 2023)
  • Textile Exchange (seit 2022)
  • Better Cotton
  • Cotton made in Africa (CmiA) (seit 2009)
  • Science Based Targets initiative (SBTi) (Ziele 2024 validiert)
  • ZDHC (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) (seit 2022)
  • The Good Cashmere Standard® (GCS) (seit 2021)
  • AFIRM Group (seit 2007)

Veröffentlicht das Unternehmen seine Lieferkette?

  • s.Oliver verpflichtet sich nicht im Rahmen des Transparency Pledge zu Transparenz bzw. ein Mindeststandard
  • Im Open Supply Hub wird eine vollständige Liste aller Lieferanten veröffentlicht

Werden bei Zulieferern von s.Oliver existenzsichernde Löhne gezahlt?

Hat das Unternehmen ein globales Rahmenabkommen abgeschlossen?

Was unternimmt s.Oliver gegen Kinderarbeit?

  • S.Oliver arbeitet in Bangladesch mit Save the Children, The Centre for Child Rights and Business und UCEP an Ausbildung, Schutz junger Beschäftigter sowie Verfahren zur Prävention und Abhilfe bei Kinderarbeit. Dies ist substanzieller als ein Code of Conduct oder ein Fabrikaudit allein. Öffentlich fehlt jedoch der Nachweis eines systematischen, gemeindebasierten Monitorings mit Haushaltsbesuchen, Fallmanagement, wiederholten Follow-ups und veröffentlichten Ergebnissen für S.Olivers Lieferkette.

Für S.Oliver ist öffentlich dokumentiert:

KriteriumBewertung
Zusammenarbeit mit einer spezialisierten KinderrechtsorganisationJa – Save the Children / The Centre / UCEP
Prävention durch Bildung und sichere Arbeitsperspektiven für JugendlicheJa, projektbezogen in Bangladesch
Verfahren zur Abhilfe bei entdeckter KinderarbeitJa, angekündigt bzw. in Entwicklung
Standardaudits und BeschwerdemechanismusJa
Lokales, regelmäßiges Community- und Household-MonitoringNicht öffentlich belegt
Systematische Fallzahlen, Follow-ups und Erfolgsdaten zu KinderarbeitsfällenNicht öffentlich belegt
Nachweis einer Abdeckung der gesamten Lieferkette bzw. relevanter RisikostufenNicht öffentlich belegt

Gab es in den letzten Jahren Vorwürfe / Skandale bezüglich der Arbeitsbedingungen?

  • Myanmar: Arbeitsbedingungen bei Vicsong (2024)
    Beschäftigte der Schuhfabrik Vicsong berichteten unter anderem von verpflichtenden, teils unbezahlten Überstunden, angedrohten Entlassungen bei verweigerter Mehrarbeit, ausbleibender Abfindung nach Entlassungen und nur 40 % Lohn während Fabrikschließungen. Hinzu kamen Berichte über Hitze, fehlende medizinische Versorgung und unzureichende Essensräume; Beschäftigte hätten deshalb neben Ziegen essen müssen. Das Business & Human Rights Resource Centre (BHRRC) dokumentierte diese Vorwürfe und ordnete den Fall s.Oliver als betroffener Marke zu.
    Reaktion von s.Oliver bleibt bis Heute aus (September 2026)

Gibt es ein Trackingsystem, mit dem Endverbraucher die Lieferkette zurückverfolgen können?

  • Seit 2024 werden vollständige Lieferketten ausgewählter Styles im s.Oliver Onlineshop veröffentlicht.

Welche Materialien verwendet s.Oliver?

3 von 6
50%

Die Materialverteilung 2024 (Hauptmaterial, Shell Fabric) für s.Oliver, COMMA, QS, LIEBESKIND BERLIN ist wie folgt:

MaterialAnteil am GesamtmixAnteil nachhaltiger
Baumwolle51 %95 % (davon Bio, recycelt, Better Cotton, CmiA)
Polyester22 %27 % (recycelt)
Zellulosefasern15 %40 % (z. B. Viskose, Lyocell)
Wolle1 %16 % (nachhaltiger)
Daunen< 1 %100 % (recycelt oder Tierwohl)
Leder< 1 %100 % (LIEBESKIND BERLIN)
Kaschmir< 1 %63 % (ab 2025 100 % nachhaltig)

Welche Material- und Rohstoffsiegel verwendet das Unternehmen?

  • OCS (Organic Content Standard)
  • RCS (Recycled Content Standard)
  • GRS (Global Recycled Standard)
  • RWS (Responsible Wool Standard)
  • RAS (Responsible Alpaca Standard)
  • RDS (Responsible Down Standard)
  • Better Cotton
  • Cotton made in Africa (CmiA)
  • The Good Cashmere Standard® (GCS)

Wie hoch ist der Anteil an Bio-Baumwolle?

  • Baumwolle: 95 % nachhaltiger (inkl. Bio-Baumwolle durch Empowering Farmers-Projekt)
  • Zellulosefasern: 40 % nachhaltiger (z. B. Bio-Viskose, Lyocell).
  • Kaschmir: 63 % nachhaltiger (ab 2025 100 % Bio-Kaschmir).

Einordnung: Der Gesamtanteil Bio-Materialien wird nicht explizit ausgewiesen. Wir sehen die Vermischung aus Bio, nachhaltigeren und recycelten Materialien kritisch, da das nicht transparent genug ist.

Wie hoch ist der Anteil an recycelten Textilfasern?

  • Polyester: 27 % aus recycelten Quellen
  • Daunen: 100 % recycelt oder nach Tierwohlstandards.
  • z. B. in 360° Denim-Produkten mit ≥20 % recycelter Baumwolle

Ist die Kollektion plastikfrei?

  • Nein, dafür ist der Polyesteranteil in der gesamten Kollektion zu hoch

Ist die Kollektion vegan?

  • Nein, s.Oliver nutzt auch Kaschmir, Leder und Daunen.
  • Echtpelz wird seit 2006 nicht mehr verwendet (Fur Free Retailer Programm)

Ist s.Oliver Fast Fashion?

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0%
  • Ja! Jährlich 12 Kollektionen werten wir s.Oliver klar als Fast Fashion.

Wie ökologisch produziert s.Oliver

2 von 10
20%

Wie viel Wasser wurde seit 2018 eingespart?

  • Es gibt keine konkreten Angaben zu Wassereinsparungen seit 2018

Wie viel CO₂ wurde seit 2018 eingespart?

  • s.Oliver gibt keine konkreten Ergebnisse an
  • Lediglich Ziele werden genannt, durch Maßnahmen, wie Photovoltaik, Geothermie, E-Ladesäulen, klimaneutraler Versand

Wie viel Müll konnte eingespart werden?

  • s.Oliver verfolgt das Prinzip: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“
  • Konkrete Ziele und Meilensteine werden im Nachhaltigkeitsbericht nicht erwähnt
  • s.Oliver gibt die Nutzung von Leftovers (übrig gebliebene Stoffe) für Kollektionen an, aber auch hier ohne konkrete Zahlen.

Wie geht das Unternehmen mit Chemikalien um?

  • s.Oliver ist ZDHC Mitglied und hat hier Accelerator Level erreicht.
  • Restricted Substances List (RSL) als Vertragsbestandteil (Schadstoffgrenzwerte für Materialien/Endprodukte)
  • Regelmäßige Abwassertests in Nassbetrieben
  • 75,2 % der Nassbetriebe nutzen ZDHC-Abwassertests oder Chemical Inventory Tools

Reparatur und Kreislauffähigkeit

2 von 3
66%

Sind die Produkte kreislauffähig?

  • 360° Vision-Konzept:
    • 2023: Erste kreislaufoptimierte Produktkapsel (360° Denim).
    • 2024: Erweiterung auf Jersey (Circular Knit) und Outdoor
    • 2024: 23 Circular Styles (2023: 8)
    • 50.000 Produkte entsprachen 2024 dem 360° Vision-Konzept
  • Maßnahmen für Kreislauffähigkeit:
    • Monomaterialien (Vermeidung von Mischfasern)
    • Recycelte Materialien (z. B. 20 % recycelte Baumwolle in Denim)
    • Trennbarkeit (abschraubbare Knöpfe, recycelbare Patches)

Gibt es ein Reparaturprogramm?

  • Aktuell gibt es kein Reparaturprogramm bei s.Oliver

Hauptquelle: Nachhaltigkeitsreport 2024/25

Wie wir unseren FutureScore ermitteln, kannst Du hier im Detail nachlesen.

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