Wie nachhaltig ist PepsiCo?
PepsiCo ist nicht besonders nachhaltig. Zwar macht das Unternehmen gute Fortschritte bei Wasser- und CO₂-Einsparung, zeigt aber so gut wie kein Engagement, die Verpackungsmenge zu reduzieren. Den Status an entwaldungsfreier Landwirtschaft kommuniziert das Unternehmen nicht. Bei Arbeitsbedingungen und existenzsichernden Löhnen beruft sich PepsiCo fast vollständig auf den Code of Conduct und unternimmt darüber hinaus nur kleine Schritte. Ein FutureScore von 28 ist nicht gut – PepsiCo liegt damit im unteren Drittel aller Lebensmittelkonzerne
Verpackung, Müll & Foodwaste bei PepsiCo
Wie viel Verpackungsmaterial wurde eingespart?
- PepsiCo gibt nicht an, wie viel Verpackungsmaterial eingespart wurde. [0 Punkte]
- 10 % des Verpackungsmaterials besteht aus Rezyklat. Dieser Wert ist seit 2022 unverändert. [0 Punkte, wir bewerten nur die Menge an Verpackungsmüll]
Wie hoch ist der Anteil an recycelbarer Verpackung?
- 89 % des Verpackungsmaterials ist wiederverwertbar [1 Punkt]
Wie hoch ist die Mehrwegquote?
- Der Anteil von Mehrweg-/Wiederverwendungssystemen liegt laut den recherchierten Unterlagen bei etwa 10 %, wobei PepsiCo hier eher von wiederverwendbaren bzw. Refill/Reuse-orientierten Verpackungsmodellen spricht als von klassischen Pfand-Mehrwegsystemen. [0,5 Punkte]
Foodwaste: Wie viele produktionsbedingte Lebensmittelabfälle wurden vermieden?
- Der Konzern spricht davon, dass 98 % der Betriebsabfälle von den Deponien ferngehalten werden. [Wir können das nicht bewerten, da beispielsweise auch das eigenständige Verbrennen darunter fallen würde. Welche Maßnahmen PepsiCo konkret ergreift, ist unbekannt.]
Rohstoffe und Lieferkette bei PepsiCo
Wie hoch ist der Anteil an Produkten mit Rohstoffsiegel, wie etwa Fairtrade oder Rainforest Alliance?
- Der Anteil von Produkten mit Rohstoffsiegeln wie Fairtrade ist global nicht öffentlich eindeutig ausgewiesen. [0 Punkte]
Wie hoch ist der Anteil an Bioprodukten und Zutaten?
- PepsiCo verarbeitet keine Bio-Zutaten und hat auch keine Bio-Produkte im Sortiment. [0 Punkte]
Welche Tierwohlmaßnahmen werden ergriffen?
- Der Anteil käfigfreier Eier lag global zuletzt bei rund 70 %. [0 Punkte, da käfigfreie Eier keinem Tierwohlstandard entsprechen]
- Für Fleisch und Milchprodukte veröffentlicht PepsiCo Richtlinien und Lieferantenerwartungen, aber keine einfache globale Prozentkennzahl zur Tierwohlstandard-Abdeckung. [keinen Einfluss auf unsere Bewertung, da die Mengen zu gering sind]
Gibt es eine erkennbare vegane Strategie?
- Nein. Es gibt vereinzelte vegane Produkte, aber keinen Plan, generell tierische Produkte zu ersetzen. Aber: PepsiCo verarbeitet generell sehr wenig tierische Zutaten, sodass das keinen großen Hebel darstellt. [keinen Einfluss auf unsere Bewertung, da vernachlässigbar]
Ist das verwendete Palmöl zertifiziert?
- 99 % des Palmöls stammt aus RSPO-zertifizierten Quellen. [1 Punkt]
Gibt es Pläne, Palmöl durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen?
- PepsiCo verfolgt keinen Plan, Palmöl durch regionale und nachhaltige Alternativen zu ersetzen.
Gibt es eine unabhängige Kontrollinstanz entlang der Lieferkette?
- Nein, es gibt keine unabhängigen Kontrollen der Lieferkette bei PepsiCo.
Ist die Lieferkette öffentlich einsehbar?
- Nein, PepsiCo veröffentlicht seine Lieferkette nicht.
Arbeitet das Unternehmen mit einer NGO vor Ort zusammen, um Kinderarbeit zu bekämpfen?
- PepsiCo ist Mitsponsor der Brancheninitiative „AIM-Progress Tackling Forced Labor and Child Labor“, die Vertreter der Lebensmittel- und Getränkeindustrie schult. [0,5 Punkte]
- Zur Sicherung fairer Arbeitsbedingungen nennt PepsiCo typischerweise Lieferantenkodizes, Risikoanalysen, Audits, Corrective Action Plans, Schulungen und Beschwerdemechanismen. Gegen Kinderarbeit verweist PepsiCo auf Verbote im Supplier Code, Menschenrechts-Due-Diligence, risikobasierte Kontrollen und Maßnahmen bei Verstößen. [0 Punkte, ein echtes Engagement können wir nicht erkennen]
Was unternimmt das Unternehmen, um das „Living Wage Gap“ zu schließen?
- Zu fairen Löhnen formuliert PepsiCo zwar menschenrechtliche Erwartungen, Supplier Codes und Due-Diligence-Prozesse, aber keine belastbare Garantie existenzsichernder Löhne in der gesamten Lieferkette. [0 Punkte, diese Aussage ist uns zu vage]
Gab es in den letzten Jahren Vorwürfe oder Skandale bezüglich Arbeitsbedingungen und Tierwohl?
- Die Tierschutzorganisation PETA wirft PepsiCo vor, dass Zulieferer in der Zuckerrohr-Lieferkette in Indien Bullen unter Bedingungen einsetzen, die gegen die Tierschutzrichtlinien des Unternehmens verstoßen. Laut PETA werden die Tiere gezwungen, illegal überladene Karren zu ziehen, geschlagen und erleiden Verletzungen durch Stacheln und Nasenseile. Nachdem PepsiCo Berichten zufolge versucht hatte, eine entsprechende Aktionärsresolution zu blockieren, stimmte das Unternehmen nach einer Klage zu, diese auf die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung 2026 zu setzen. Quelle: peta.org
Umgang mit Ressourcen, Chemikalien und CO₂ bei Pepsico
Wie hoch ist der Anteil an erneuerbaren Energien entlang der Lieferkette?
- Im Jahr 2024 stammten 89 % des weltweiten Strombedarfs für die firmeneigenen Betriebe aus erneuerbaren Quellen. [1 Punkt]
Ist PepsiCo entwaldungsfrei?
- Nein. Ein prozentualer Anteil, der als entwaldungsfrei zertifizierten oder verifizierten Landfläche wird von PepsiCo nicht öffentlich eindeutig ausgewiesen. [0 Punkte]
Gibt es eine Blacklist für den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden?
- Eine klar definierte und öffentlich einsehbare Blacklist für Pestizide, Herbizide und Düngemittel wird von PepsiCo nicht öffentlich eindeutig ausgewiesen. [0 Punkte]
Wie hoch ist der Anteil an regenerativer Landwirtschaft?
- PepsiCo weitet den Anteil an regenerativer Landwirtschaft stetig aus
- 2023: Die Fläche wurde auf über ca. 728.000 Hektar verdoppelt.
- 2024: Die Fläche wurde weiter auf ca. 1,4 Millionen Hektar ausgedehnt.
Wie viel CO₂ konnte eingespart werden?
- Die Emissionsreduktionen werden in der Regel gegenüber einer Basislinie (2015 oder 2022) oder im Jahresvergleich berichtet [1 Punkt]
- Berichtsjahr 2023: Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen wurden im Vergleich zu 2022 um 13 % reduziert.
Die gesamten Emissionen (Scope 1, 2 und 3) sanken im selben Zeitraum um 5 %. - Berichtsjahr 2024: Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen wurden um 18 % im Vergleich zur neuen Basislinie von 2022 reduziert.
- Berichtsjahr 2023: Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen wurden im Vergleich zu 2022 um 13 % reduziert.
Wie viel Wasser wurde eingespart?
- PepsiCo berichtet über Fortschritte bei der Wassereffizienz und Wasserwiederauffüllung, die sich auf eine Basislinie von 2015 beziehen [1 Punkt]
- Wassereffizienz: Bis 2023 erreichte das Unternehmen eine Verbesserung der Wassernutzungseffizienz um 25 % an firmeneigenen Standorten mit hohem Wasserrisiko im Vergleich zur Basislinie von 2015. Dieses Ziel wurde zwei Jahre früher als geplant erreicht.
- Wasserwiederauffüllung: Im Jahr 2024 wurden durch globale Projekte rund 24 Milliarden Liter Wasser wieder aufgefüllt. Dies entspricht etwa 75 % des Wasserverbrauchs in den firmeneigenen Produktionsstätten in Gebieten mit hohem Wasserrisiko.
Diese Marken gehören zu PepsiCo
IN Deutschland und Österreich vertreibt PepsiCo diese Marken
- 7Up
- Pepsi
- Schwipp Schwapp
- Doritos
- Gatorade
- Lays
- Lipton
- Mountain Dew
- Rockstar
- Cheetos
- Mirinda
Quelle: PepsiCo ESG Report 2024
Wie wir unseren FutureScore ermitteln, kannst Du hier im Detail nachlesen.