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World Benchmarking Alliance

  • oliver.schrage 

Die World Benchmarking Alliance (WBA) ist eine internationale, unabhängige Organisation, die untersucht und vergleicht, wie große Unternehmen zu einer nachhaltigen und sozial gerechten Wirtschaft beitragen. Dafür erstellt sie öffentliche Rankings und Bewertungen („Benchmarks“) zu Themen wie Klimaschutz, Menschenrechte, Digitalisierung, Landwirtschaft, Finanzsystem und Biodiversität.

Die Research-Ergebnisse der WBA fließen in unseren FutureScore ein!

Die WBA konzentriert sich auf rund 2.000 besonders einflussreiche Unternehmen weltweit. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Unternehmen, Investoren, Politik und Zivilgesellschaft eine Grundlage zu geben, um Fortschritte zu bewerten und Verbesserungen einzufordern.

Hinter der World Benchmarking Alliance (WBA) steckt eine unabhängige, internationale Stiftung bzw. Multi-Stakeholder-Initiative. Sie bewertet große, weltweit einflussreiche Unternehmen danach, wie sie zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Transformation beitragen – etwa bei Klima, Menschenrechten, Digitalisierung, Landwirtschaft und Natur.

Gegründet wurde sie laut einer unabhängigen Evaluation 2018 von drei Partnern:

  • Aviva
  • Index Initiative
  • UN Foundation

Die WBA wurde anschließend zum 1. Januar 2019 als eigenständige Rechtseinheit organisiert. Ihre Benchmarks und Methoden werden öffentlich bereitgestellt. Sie bewertet nach eigener Darstellung rund 2.000 besonders einflussreiche Unternehmen weltweit. Quelle: WBA-Website und unabhängiger Evaluationsbericht.

Finanziert wird die WBA durch Regierungen und Stiftungen. Die Organisation nennt derzeit u. a.:

  • EU
  • niederländisches Außenministerium sowie niederländisches Landwirtschaftsministerium
  • deutsche Zusammenarbeit über GIZ/BMZ (als früherer Förderer genannt)
  • Regierung von Kanada und Regierung von Québec
  • IKEA Foundation
  • Ford Foundation
  • Laudes Foundation
  • Omidyar Network
  • Generation Foundation
  • Walton Family Foundation
  • David and Lucile Packard Foundation
  • Climate Arc / Climate Emergency Collaboration Group

Die aktuelle Fördererliste steht bei der WBA.

Kurz: Keine Unternehmenslobby im engeren Sinn, sondern eine von Stiftungen und öffentlichen Geldgebern getragene Initiative, die Unternehmen mit öffentlich einsehbaren Nachhaltigkeits- und Transformationsrankings unter Druck bzw. zum Vergleich setzt.

Was bewerten diese WBA-Bereiche?

Die folgenden Bereiche sind Teil der Unternehmensbewertungen der World Benchmarking Alliance. Die detaillierten Kriterien stehen in den jeweiligen, regelmäßig aktualisierten Methodenpapieren; hier die Kernpunkte nach dem aktuellen Überblick der WBA: 2026 Benchmark Hub.

  • ACT Core
    Bewertet, wie glaubwürdig und wirksam ein Unternehmen seinen Übergang zu einer CO₂-armen Wirtschaft plant und umsetzt. Maßgeblich sind:
    • Transparenz zu Treibhausgasemissionen und Emissionszielen,
    • Qualität und Umsetzbarkeit des Transformationsplans,
    • Führung, Governance und politische Einflussnahme,
    • Investitionen in klimafreundliche Lösungen,
    • Vereinbarkeit von Zielen und tatsächlicher Entwicklung mit einem ambitionierten 1,5-°C-Pfad.
      Die Einstufung erfolgt als Reifegrad von A bis G, nicht nur als Punktwert.
  • Just Transition
    Bewertet, ob der Klimawandel- bzw. Dekarbonisierungsplan eines Unternehmens sozial gerecht gestaltet ist. Im Fokus stehen:
    • sozialer Dialog und Einbezug von Beschäftigten, Gewerkschaften und betroffenen Gruppen,
    • konkrete Planung einer gerechten Transformation,
    • menschenwürdige Arbeit, Arbeitnehmerrechte sowie Qualifizierung und Umschulung von Beschäftigten.
      Es geht also darum, ob Klimaschutzmaßnahmen soziale Risiken und Folgen für Beschäftigte und Gemeinschaften berücksichtigen.
  • Nature Benchmark
    Bewertet bei 750 Unternehmen aus besonders naturrelevanten Branchen, wie sie Naturverlust, Biodiversität und die Nutzung natürlicher Ressourcen berücksichtigen. Die vier Bewertungsbereiche sind:
    • Governance: Zuständigkeiten, Strategie, Ziele und Berichterstattung,
    • Planet: Umgang mit Auswirkungen auf Ökosysteme, Land, Wasser und Biodiversität,
    • People: Berücksichtigung von Rechten und Interessen betroffener Menschen und Gemeinschaften,
    • Core Social Indicators: grundlegende soziale Anforderungen.
      Betroffen sind etwa Rohstoff-, Forst-, Bergbau-, Agrar-, Chemie-, Bekleidungs-, Verpackungs- und Pharmabranchen.
  • Social Benchmark
    Bewertet alle 2.000 untersuchten Unternehmen anhand von 18 grundlegenden sozialen Indikatoren. Diese drehen sich um:
    • Achtung der Menschenrechte,
    • Förderung menschenwürdiger Arbeit,
    • ethisches Unternehmenshandeln.
      Diese Indikatoren sind zugleich ein Grundbaustein anderer WBA-Benchmarks und machen dort 20 % der möglichen Gesamtpunktzahl aus.
  • Corporate Human Rights Benchmark (CHRB)
    Bewertet vertieft rund 100 Unternehmen in fünf Branchen mit erhöhten Menschenrechtsrisiken: Agrar- und Lebensmittelprodukte, Bekleidung, Rohstoffgewinnung, IKT-Herstellung und Automobilproduktion. Bewertet werden:
    • öffentliche menschenrechtliche Selbstverpflichtungen,
    • Verantwortung auf Vorstandsebene,
    • Verankerung von Menschenrechten in Management und Unternehmenskultur,
    • menschenrechtliche Sorgfaltsprüfung in Geschäftstätigkeit und Lieferkette,
    • Beschwerdemechanismen und Abhilfe bei Schäden bzw. Verstößen.
      Der CHRB fokussiert somit darauf, ob Unternehmen Menschenrechtsrisiken erkennen, vorbeugen und bei Schäden wirksame Abhilfe ermöglichen.
  • Gender Benchmark
    Bewertet vertieft rund 100 Unternehmen der Bekleidungs- sowie Agrar- und Lebensmittelbranche hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit. Er umfasst 91 Bewertungselemente in sechs Bereichen:
    • Governance und Strategie,
    • Repräsentation von Frauen und anderen Geschlechtern in Belegschaft und Führung,
    • Bezahlung und Sozialleistungen,
    • Gesundheit und Wohlbefinden,
    • Prävention und Umgang mit Gewalt und Belästigung,
    • Auswirkungen auf Markt, Kundschaft, Lieferkette und Gemeinschaften.

Transparenzhinweis:

Dieser Artikel wurde mit KI geschrieben und von unserer Redaktion überprüft

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