Wie nachhaltig ist MANGO?
MANGO ist nicht besonders nachhaltig. Das Unternehmen hat einen 250 MB großen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Darin finden sich mehr Ziele als Meilensteine. Gerade beim Ressourcen und Chemikalienmanagement hat MANGO nahezu keine Ergebnisse vorzuweisen. Auch bei den Materialien ist MANGO nicht sehr transparent. Positiv fällt dagegen auf, dass MANGO kein Fast Fashion Label ist und beim Kampf gegen Kinderarbeit echte Initiative zeigt. Ein FutureScore von 35 ist ein schlechter Wert. [v6; 18.09.2026]
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Unsere Highlights |
Unsere Impulse |
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Kein Fast Fashion |
Beim Ressourcenmanagement muss MANGO dringend Ergebnisse vorzeigen, statt nur Ziele zu definieren |
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Verglichen mit anderen Modemarken stärkeres, nachprüfbares Engagement gegen Kinderarbeit. |
Mehr Transparenz bei Materialien halten wir einen wichtigen Hebel |
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Rohstoffsiegel und unabhängie Kontrollstellen sind wünschenswert. |
Wo produziert MANGO?
- Mango produziert hauptsächlich in China, Bangladesch, Kambodscha und Vietnam (Hauptmärkte für die Beschaffung).
Wie fair ist MANGO?
In welchen Initiativen (Multistakeholder) ist das Unternehmen aktiv?
- amfori – Mitglied seit 2017; relevant für soziale und ökologische Anforderungen in der Lieferkette.
- The Fashion Pact – seit 2019; Fokus auf Klima, Biodiversität und Meeres-/Ozeanschutz.
- UNFCCC Fashion Industry Charter for Climate Action – seit 2020; Klimaschutz-Verpflichtungen der Modebranche.
- ZDHC – Zero Discharge of Hazardous Chemicals – seit 2021; Verringerung bzw. Vermeidung gefährlicher Chemikalien in der Textilproduktion.
- Science Based Targets initiative (SBTi) – seit 2022; wissenschaftsbasierte Klimaziele.
- UN Global Compact / spanisches Netzwerk – Arbeit zu Menschenrechten und nachhaltiger Unternehmensführung.
- International Accord – Beteiligung an Mechanismen zu Arbeitssicherheit und Beschwerdewegen in der Textilindustrie.
- Center for Child Rights and Business – Zusammenarbeit zu Prävention von Kinderarbeit und Schutz von Kinderrechten.
Einordnung: Fett gedruckte MSI haben einen positiven Einfluss auf unseren FututeScore
Veröffentlicht das Unternehmen seine Lieferkette?
- MANGO verpflichtet sich im Rahmen des Transparency Pledge zu Transparenz bzw. ein Mindeststandard
(Einordnung: Die Unterzeichnung wird im Nachhaltigkeitsbericht explizit erwähnt, wir konnten das Unternehmen aber micht auf der Seite des Transparency Pledge finden, das kann aber auch mit einer Verögerten Aktualisierung zusammenhängen) - Aber auf Open Supply Hub wird eine vollständige Liste aller Lieferanten veröffentlicht
Zahlt MANGO existenzsichernde Löhne?
- Es gibt laut business-humanrights.org keine Belege, dass MANGO existenzsichernde Löhne bezahlt.
Hat das Unternehmen ein globales Rahmenabkommen abgeschlossen?
- Das von MANGO genannte Global Framework Agreement mit CC.OO. ist eine bilaterale Vereinbarung mit einer spanischen Gewerkschaft.
Einordnung: Es ist nicht automatisch ein IndustriALL-GFA. Wir sehen das positiv und bewerten hier mit halber Punktzahl.
Was unternimmt MANGO gegen Kinderarbeit?
- MANGO arbeitet mit dem Centre for Child Rights and Business zusammen, einer spezialisierten Organisation für Prävention und Abhilfe bei Kinderarbeitsrisiken. Deren Ansatz kann lokale Fallbearbeitung und gemeindebasierte Strukturen umfassen und geht damit über Standard-Sozialaudits hinaus. Öffentlich ist jedoch nicht ausreichend ersichtlich, in welchem Umfang dieses Monitoring und die Abhilfe auf MANGOs konkrete Lieferkette angewandt werden und welche messbaren Ergebnisse daraus folgen.“
Einordnung: Mitgliedschaft von MANGO beim Centre for Child Rights and Business ist ein relevanter, deutlich stärkerer Hinweis als bloße Sozialaudits.
Gab es in den letzten Jahren Vorwürfe / Skandale bezüglich der Arbeitsbedingungen?
- Myanmar (Vorwürfe, veröffentlicht 2024): Berichte bezogen sich auf mutmaßliche Zwangsüberstunden, hohe Produktionsvorgaben, fehlende Ruhetage und Belästigung in Bekleidungsfabriken, die mit MANGO in Verbindung gebracht wurden. MANGO erklärte, die Geschäftsbeziehungen in Myanmar bereits 2022 beendet zu haben und zu den konkret genannten Fabriken keine laufende Beziehung zu unterhalten.
Quelle: Business & Human Rights Resource Centre – MANGOs Stellungnahme zu Myanmar - Marokko (2025): Recherchen und Vorwürfe betrafen unter anderem informelle Beschäftigung, mögliche Lohn- und Sozialrechtsverstöße, Einschränkungen gewerkschaftlicher Organisierung, problematische Hygiene sowie geschlechtsspezifische Belästigung in Produktionsstätten für mehrere internationale Marken, darunter MANGO. MANGO erklärte, eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt zu haben, und verwies auf Audits, Verhaltenskodizes sowie geplante Verbesserungsmaßnahmen.
Quellen: BHRRC – Stellungnahme von MANGO zu Marokko und BHRRC – Bericht zu Vorwürfen in marokkanischen Fabriken
Einordnung: MANGO ist nicht frei von Vorfällen, geht aber transparent damit um und hat auch reagiert. Wir vergeben daher 0,5 von 1 Punkten
Gibt es ein Trackingsystem, mit dem Endverbraucher die Lieferkette zurückverfolgen können?
- Mango arbeitet an einem „Digital Product Passport“ (im Rahmen der Earn-Säule des 4E-Strategieplans), aber keine öffentliche Zugriffsmöglichkeit für Endverbraucher wird genannt.
Welche Materialien verwendet MANGO?
Welche Material- und Rohstoffsiegel verwendet das Unternehmen?
- MANGO nutzt keine Materalien mit Rohstoffsiegel
Wie hoch ist der Anteil an Bio-Baumwolle?
- MANGO erwähnt im Bericht nicht explizit BIO-Materialien und spricht stattdessen von „nachhaltigen Materialien mit geringen Umweltimpact“
Einordnung: Darunter zählt auch recycelte Baumwolle – aber beim Anbau ist MANGO nicht besonders transparent. Der Anteil beträgt unserer Recherche nach weniger als 3%, was den Eindruck einer „Leuchtturm-Kommunikation“ erweckt.
Wie hoch ist der Anteil an recycelten Textilfasern?
- 80% der Fasern erfüllen Nachhaltigkeitskriterien (z. B. niedrigerer Umweltimpact). Davon sind 32% recycelte Fasern.
Ist die Kollektion plastikfrei?
- Nein, der Polyester Anteil ist dafür zu hoch.
Ist die Kollektion vegan?
- Nein, es kommen auch Leder, Wolle, Kaschmir und Seide zum Einsatz.
- Aber MANGO ist Mitglied im Fur Free Retailer Program
Ist MANGO Fast Fashion?
- Nein! MANGO veröffentlicht 2 Hauptkollektionen pro Jahr.
Wie ökologisch produziert MANGO?
Wie viel Wasser wurde seit 2018 eingespart?
- MANGO gibt lediglich ein Ziel an: Reduktion des Wasser-Fußabdrucks um 25% zwischen 2024 und 2030
Einordnung: Das deutet darauf hin, dass MANGO gerade erst mit der Erfassung von Daten begonnen hat. Das ist zwar ein richtiger und wichtiger Schritt, aber ohne Milestone-Charakter
Wie viel CO₂ wurde seit 2018 eingespart?
- Ziele:
Einordnung: Auch hier gibt MANGO lediglich Ziele, statt konkreten Ergebnissen an
Wie viel Müll konnte eingespart werden?
- MANGO hat zwar eine Müllvermeidungsstrategie. Nennt aber weder bei Produktionsreten noch bei Verpackungsmaterial konkrete Ziele und Meilensteine.
Wie geht das Unternehmen mit Chemikalien um?
- MANGO ist ZDHC Mitglied.
- Ziel: 100% C in Fabriken mit Nassprozessen oder intensivem Chemikalieneinsatz bis 2030.
Einordnung: MANGO ist aktuell lediglich ZDHC Unterzeichner, hat aber noch keine nennenswerten Meilensteine (Pionier, Accelerator, Champion) erreicht. Bei der Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) gibt MANGO ebenfalls nur Ziele bis 2030 an.
Reparatur und Kreislauffähigkeit bei MANGO
Sind die Produkte kreislauffähig?
- 30% der Kleidungsstücke sind bereits ökologisch gestaltet und enthalten Kreislaufkriterien (z. B. Recyclingfähigkeit, Langlebigkeit).
Gibt es ein Reparaturprogramm?
- Uns ist kein Reparaturprogramm bekannt.
Hauptquelle: Sustainability Report 205; Mango Fashion Group
Wie wir unseren FutureScore ermitteln, kannst Du hier im Detail nachlesen.
Transparenzhinweis
Wir werten den Nachhaltigkeitsberichte mithilfe von KI aus, überprüfen die Ergebnisse redaktionell und ergänzen sie mit externen Recherchen.